• 0172 72 33 781
  • info@nawita.de
  • 77815 Bühl/Vimbuch, Dammweg 1
Monitoring
Es gibt sie noch in unserem Haussee! Gewöhnlicher Wasserschlauch Utricularia vulgaris

Es gibt sie noch in unserem Haussee! Gewöhnlicher Wasserschlauch Utricularia vulgaris

Nach langer Zeit haben wir wieder den Gewöhnliche Wasserschlauch Utricularia vulgaris bei einem Monitortauchgang entdeckt im NAWITA See-ID: 01. Das letzte mal sahen wir die Pflanze im See 2018!

Dass es in unseren heimischen Gewässern fleischfressende Pflanzen gibt, dürfte die meisten überraschen. Mit seinen bis zu einem Meter langen Wedeln treibt diese Pflanze meist in stehenden Gewässern frei herum. Denn im Gegensatz zu den meisten Pflanzen hat diese Pflanze keine echten Wurzeln.

Eine Pflanze ohne Wurzeln – wie geht das?

Fast alle Pflanzen haben Wurzeln, um essentielle Nährstoffe wie Stickstoff- und Phosphatverbindungen aus dem Boden aufnehmen zu können. Wasserschläuche leben jedoch in einer meist nährstoffarmen Umgebung. Sie haben deshalb die Strategie entwickelt, ihre Nährstoffe aus Tieren und anderen Organismen im Wasser zu beziehen.

Und wie kommen Wasserschlauchpflanzen an ihre Beute?

Wie alle anderen fleischfressenden Pflanzen haben die Wasserschläuche eine spezielle Technik entwickelt, um ihre Beute zu fangen. Ihre Oberfläche ist mit einem Geflecht aus Sprossen (= Stolone) übersäht, die kleine Fangblasen tragen. Sobald ein Beutetier die feinen Härchen an den Fangblasen berührt, öffnen sich diese schlagartig und der dabei entstehende Unterdruck saugt das Opfer ein.

In der Blase gefangen wird das Opfer dann verdaut und die Nährstoffe in die Pflanze geleitet. Dabei ist es von Vorteil, dass Wasserschlauchpflanzen in Gewässern frei umhertreiben und so häufiger Beutetierchen wie Wasserflöhen oder sogar Kaulquappen begegnen. Denn im Gegensatz zu den meisten anderen fleischfressenden Pflanzen haben sie kein besonderes Lockmittel, um Beute anzuziehen.

Fangblasen

Gewöhnlicher Wasserschlauch Utricularia vulgaris

Kommentar verfassen